Projekte der Arbeitsgruppe Gaildorf
taller de vida - Werkstatt des Lebens - in Bogota / Kolumbien
Der Hintergrund
Armut und Gewalt bestimmen das Leben vieler Menschen in Kolumbien. Immer mehr müssen aus ihren Dörfern fliehen, weil sie zu Zielscheiben bewaffneter Gruppen geworden sind. Nach Auskunft von Menschenrechtsorganisationen wurden in Kolumbien allein 1998 308.000 Menschen vertrieben. 1,5 Mill. sind auf der Flucht oder leben in Flüchtlingslagern.
Das Projekt
Der Verlust von Familienangehörigen, die Vertreibung aus der Heimat und die Zerstörung sozialer Beziehungen ist erst der Anfang des Flüchtlingsdramas in Kolumbien. In der für sie fremden städtischen Umgebung und der Ablehnung durch die Umwelt leben die Vertriebenen in den Lagern ohne berufliche und wirtschaftliche Perspektiven. Die Betreuer des Projekts, das von Betroffenen gegründet wurde, wollen diesen Menschen in ihrer Not helfen. Ziel ist es, nicht nur rechtlichen Beistand und materielle Unterstützung zu ermöglichen, sondern auch dabei zu helfen, die Trauer und die Vereinzelung zu überwinden. Gerade für Kinder und Jugendliche sind die Aktivitäten wie Handarbeiten, Musik und Theater ein wichtiges Element in der Verarbeitung ihrer Erlebnisse geworden. Besonders mit der Theaterarbeit möchte man der Verführung der Kinder durch Drogen und Kriminalität vorbeugen.
Ohne die Wiederherstellung eines positiven Selbst- und Lebensgefühls, so die Mitarbeiter des Projekts, ist eine neue Lebensperspektive für die Flüchtlingsfamilien und ihre Kinder nicht möglich.